Die gerade gegründete AG trifft sich jeden dritten Dienstag im Monat um 15.00 Uhr im IBZ. Neue Omas sind herzlich willkommen!
Gegen Rassismus sind eigentlich alle. Die meisten weißen Menschen würden sich auch als tolerant und weltoffen beschreiben. Auf Vorwürfe die eigene Person betreffend reagieren viele empört und mit Rechtfertigungen.
In der AG AntiRa wollen wir uns mit der Frage auseinandersetzen: „Was hat Rassismus mit mir / mit uns zu tun?“
Wir gehen von der Grundannahme aus, dass Rassismus unsere gesamte Gesellschaft durchdringt und niemand komplett außerhalb dieser strukturellen Verhältnisse steht. Rassismus ist nicht nur persönliche böse Absicht, sondern ein systemisches und strukturelles Problem, Es drückt sich in Sprache, Bildern, Gesetzen und alltäglichen Routinen ( Beispiel: „Woher kommst du wirklich?“) aus,
Auch ohne bewusste Vorurteile verinnerlichen wir durch unsere Sozialisation Denkmuster, -stereotype oder Alltagsrassismus. Personen ohne Rassismuserfahrung ( in der Regel weiße Menschen) profitieren oft unbewusst und unverschuldet von gesellschaftlichen Strukturen, während andere benachteiligt werden.
Zum Einstieg in die Auseinandersetzung mit dem Thema wollen wir das rassismuskritische Buch „Exit Racism“ von Tupoka Ogette abschnittsweise lesen, bearbeiten und diskutieren.
Die AG bietet Raum für Austausch und Auseinandersetzung mit den Fragen:
– Welche Privilegien habe ich als weißer Mensch und was mache ich damit?
– Inwiefern habe ich rassistische Denkweisen im Laufe meiner Sozialisation
erworben und was macht das mit mir?
Möglicherweise treten im Verlauf der Arbeit am Thema Rassismus Gefühle wie Schuld und Scham auf. Wir wollen aber nicht in diesen Emotionen stecken bleiben, sondern in der Auseinandersetzung ein Gefühl von Verantwortung und Handlungsfähigkeit entwickeln.
Wir wünschen uns, dass diese Auseinandersetzung in einem -rahmen wohlwollender Empathie und einer Haltung des gemeinsamen Lernens stattfinden kann
In einem zweiten Schritt wollen wir uns mit den konkreten Schritten “ Aktiv im -Alltag gegen Rassismus“ in Bezug auf unsere Arbeit bei den OMAS zuwenden.